WortMenue 2013 Drucken E-Mail
WortMenue Überlingen 2013     

Im Frühjahr stand die Bodenseestadt Überlingen wieder ganz im Zeichen des literarisch-kulinarischen Festivals "WortMenue" . Vom 16. bis 30. April präsentierten sich - inzwischen bereits zum achten Mal - mehr als zwanzig Autorinnen und Autoren, die sich in ihren Romanen und kulturgeschichtlichen Beiträgen mit dem Thema "Essen und Trinken" im weitesten Sinne auseinandergesetzt haben.

Mit dabei waren Angelika Overath, Wladimir Kaminer, Veit Heinichen, Susanne Kippenberger, Jakob Hein und viele weitere Autoren. Nahezu alle Lesungen fanden in Überlinger Restaurants und Landgasthöfen statt - stets begleitet von thematisch passenden Speisen und Getränken.

 

WortMenue 2013 - "Ein Topf voller Geschichten ..."

Achtes literarisch-kulinarisches Festival „WortMenue“ in Überlingen mit Wladimir Kaminer, Angelika Overath, Veit Heinichen und vielen weiteren Autoren

"Es ist eine gute Geschichte, köstlich wie eingemachte Ananas oder wie frischer Kaviar oder wie Trüffel in Burgunder…" – so verlockend brachte Heinrich Heine vor gut 180 Jahren Literatur und Tafelfreuden zusammen. Doch auch die Schriftsteller unserer Tage sind durchaus keine Kostverächter, vielmehr oft selbst ambitionierte Köche oder zumindest – leidenschaftliche Esser. Küchenkunst und Wortgenuss: Das ließ sich im Frühjahr 2013 auch beim literarisch-kulinarischen Festival "WortMenue" in Überlingen wieder aufs Angenehmste verbinden. Bereits zum achten Mal stellten vom 16. bis 30. April zwei Dutzend Autorinnen und Autoren ihre Romane und kulturgeschichtlichen Beiträge rund um das Thema „Essen und Trinken“ in Restaurants und Landgasthöfen der Bodenseestadt und benachbarten Dörfern vor. Mal kulinarisch präzise und kenntnisreich, oft abgründig und ironisch augenzwinkernd – auf jeden Fall stets begleitet von passenden Speisen und Getränken. Veranstalter des Festivals war die Stadt Überlingen, die Schirmherrschaft hatte die Gastronomische Akademie Deutschlands inne. Hauptsponsoren des "WortMenues" waren die Sparkasse Bodensee, das Stadtwerk am See und die Randegger Ottilienquelle, viele weitere Firmen und Institutionen waren als Förderer beteiligt.

Das achte "WortMenue" zeigte sich ganz international. Zu erleben waren Autoren, Texte und Spezialitäten aus Russland und Israel, aus der Bretagne, dem Engadin und der Mongolei, aus Barcelona, Wien und Triest. "Aufgetischt" wurde von renommierten Schriftstellern wie Wladimir Kaminer, Angelika Overath, Manfred Koch und Jakob Hein. Mit dabei aber auch literarische Entdeckungen wie Robert Scheer, Patrick Tschan oder Stevan Paul mit seinen vielgelobten Kochgeschichten. Der Kulturwissenschaftler Thomas Knubben begab sich auf eine winterliche Fußreise auf Hölderlins Spuren von Tübingen nach Bordeaux und der Journalist Christian Seiler lud mit seiner "Reise zum Geschmack" an die Originalschauplätze berühmter Speisen. Dass gerade in Krimis gern und reichlich gegessen wird, bewiesen Frank Göhre und die Schauspielerin Barbara Stoll mit ihrer Hommage an den spanischen Schriftsteller Manuel Vàzquez Montalban, einen der Väter des kulinarischen Kriminalromans. Mit Gerhard Loibelsberger und seinen "Naschmarktmorden" ging es ins Wien der Jugendstilzeit, Veit Heinichen führte auf den Spuren seines Commissario Proteo Laurenti durch die Küchen Triests und Hörbuchsprecher Gerd Wameling präsentierte den Überraschungs-Bestseller "Bretonische Verhältnisse". Kulinarisch eher deftige Kost servierte Harry Kämmerer mit seinen kultverdächtigen München-Krimis.

Einen eigenen Schwerpunkt bildeten wieder kulturgeschichtliche Veranstaltungen: So erzählte die Wiener Filmemacherin Helene Maimann rund ums Kochen und Essen vom jüdischen Leben, Susanne Kippenberger porträtierte die "kulinarische Bohème" und Claudia Lanfranconi stellte legendäre Gastgeberinnen und ihre glamourösen Feste vor. Dominik Flammer erkundete in seiner grandiosen Kulturgeschichte das "kulinarische Erbe der Alpen", während die Ethnologin Amélie Schenk in die Kochtöpfe der Mongolei blickte. Valentin Thurn, der mit seinem Film "Taste the Waste" über die Vernichtung von Nahrungsmitteln schon über 100.000 Kinobesucher erreichte, machte mit "Rezepten und Ideen für Essensretter" Mut zum kulinarischen Widerstand. Und Georg Schweisfurth, dessen Vater einst mit "Herta" den größten fleischverarbeitenden Konzern Europas leitete, erzählte in seiner Lebensgeschichte, wie die Familie bereits in den achtziger Jahren in die ökologische Landwirtschaft einstieg, als viele "Bio" einfach nur für eine Spinnerei hielten.

Auch an die Leser und Feinschmecker von Morgen wurde wieder gedacht: Kirsten Reinhardt und Boris Pfeiffer lasen und erzählten für Kinder.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website von WortMenue:
www.wortmenue-ueberlingen.de
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